Anleitungen4. April 2026
Lucas Martín·LazyPDF

Gescannte Dokumente verkleinern ohne Qualitätsverlust: Methoden und Benchmarks

Gescannte Dokumente lassen sich ohne sichtbaren Qualitätsverlust verkleinern, indem man Ghostscript-Komprimierung auf 150 DPI, die sogenannte Ebook-Stufe, anwendet. LazyPDF.com reduziert typische 10-MB-Scans auf 0,9 bis 1,8 MB, eine Verkleinerung um über 82 Prozent, wobei Texte, Handschriften und amtliche Stempel bei normalem Bildschirm-Zoom vollständig erkennbar bleiben. Der Unterschied zwischen verlustbehafteter und verlustfreier Komprimierung liegt bei gescannten Dokumenten in der gewählten Zielauflösung. Ein 300-DPI-Scan enthält viermal so viele Pixel wie nötig, um auf einem 96-DPI-Standardbildschirm scharf darzustellen, und doppelt so viele Pixel wie für qualitativ hochwertigen A4-Druck benötigt werden. Ghostscript erkennt diese Redundanz und reduziert die Bildauflösung auf 150 DPI, ohne den sichtbaren Inhalt zu beeinträchtigen. Das Ergebnis ist visuell nicht von der Originalqualität zu unterscheiden, aber 70 bis 85 Prozent kleiner. Für deutsche Unternehmen, Selbständige und Privatpersonen ist die Komprimierung gescannter Dokumente ein tägliches Arbeitsproblem. Ein Arzt, der GKV-Abrechnungsunterlagen digital einreicht, ein Steuerberater, der Mandanten-Belege über einen Zeitraum von zehn Jahren GoBD-konform archiviert, ein Handwerksbetrieb, der Lieferscheine und Rechnungskopien digitalisiert: All diese Akteure produzieren täglich gescannte Dokumente im Umfang von Gigabytes. Ohne effiziente Komprimierung entstehen unverhältnismäßig hohe Speicherkosten und Probleme bei der Einreichung an Behördenportale. Die häufigste Fehlannahme: Komprimierung bedeute automatisch Qualitätsverlust. Das stimmt nur bei der falschen Einstellung. Screen-Komprimierung auf 72 DPI kann bei sehr kleinen Schriften oder Fotos sichtbare Unschärfen erzeugen. Ebook-Komprimierung auf 150 DPI ist für nahezu alle gängigen Behördendokumente, Rechnungen, Verträge und Korrespondenz visuell verlustfrei. Dieser Artikel erklärt, welche Stufe für welches Dokument geeignet ist, liefert Benchmark-Messungen mit realen Dateigrößen und zeigt, wie man Scanner-Einstellungen optimiert, um von Haus aus kleinere Ausgangsdateien zu produzieren.

Warum gescannte PDFs so viel größer sind als normale PDFs

Der fundamentale Unterschied zwischen einem nativ erstellten PDF und einem gescannten PDF liegt in der Art der eingebetteten Daten. Ein in Word oder Excel erstelltes und dann als PDF exportiertes Dokument enthält Vektortexte, also mathematische Beschreibungen der Buchstabenformen, sowie komprimierte Grafiken. Vektortexte haben keine Dateigröße, die mit der visuellen Qualität skaliert. Ein 50-seitiger Vertrag als nativ erstelltes PDF hat typischerweise nur 0,4 bis 1,2 MB. Ein gescanntes Dokument hingegen enthält für jede Seite ein Rasterbild, also ein Pixelraster. Bei einer Auflösung von 300 DPI enthält eine A4-Seite 2.480 mal 3.508 Pixel. Bei einem 24-Bit-Farbscan sind das rein rechnerisch über 26 Megabyte unkomprimiert. Mit JPEG-Komprimierung im PDF-Format werden daraus 1 bis 3 MB pro Seite, abhängig von Bildinhalt und JPEG-Qualitätsstufe. Ein 10-seitiger Farbscan bei 300 DPI hat damit typischerweise 8 bis 25 MB. Die Scanner-DPI-Einstellung hat überproportionalen Einfluss auf die Dateigröße. Eine Verdopplung der Auflösung von 150 auf 300 DPI vervierfacht die Pixelanzahl und damit die unkomprimierte Dateigröße. In der Praxis bedeutet das konkret: 150 DPI ergibt etwa 0,5 bis 1 MB pro A4-Seite bei Farbe. 200 DPI ergibt 1 bis 2 MB. 300 DPI ergibt 2 bis 5 MB. 600 DPI ergibt 8 bis 20 MB. Für die reine Lesbarkeit von Textdokumenten und OCR-Erkennung ist 200 DPI vollständig ausreichend. Der Farbmodus ist der zweite Hauptfaktor. Ein Farbscan mit 24-Bit-RGB enthält dreimal so viele Daten wie ein Graustufen-Scan mit 8 Bit und 24-mal so viele wie ein Schwarzweiß-Scan mit 1 Bit. Ein Farbscan einer Gehaltsabrechnung hat typischerweise 1,8 MB, derselbe Scan in Graustufen 0,7 MB und als reiner Schwarzweiß-Scan 0,12 MB. Für Textdokumente ohne farbige Abbildungen ist Graustufen oder Schwarzweiß die optimale Scannereinstellung, da sie die Ausgangsgröße um 60 bis 90 Prozent reduziert. Manche Scanner komprimieren intern mit hochwertigen JPEG-Einstellungen und erzeugen dadurch besonders große PDFs. Büroscanner von HP, Canon und Fujifilm verwenden standardmäßig oft JPEG-Qualitätsstufen von 80 bis 95 Prozent, was zu deutlich größeren Dateien führt als die für Lesbarkeit minimal notwendige Qualitätsstufe von 60 bis 70 Prozent. Smartphone-Scanner-Apps wie die iOS-Notiz-Funktion, Adobe Scan, CamScanner und Microsoft Lens verwenden unterschiedliche Standardkomprimierungen, wobei Adobe Scan als besonders großzügig mit der Ausgabequalität bekannt ist. Selbst für optimierte OCR-Erkennung ist 200 DPI ausreichend. Die von Google entwickelte Tesseract-OCR-Engine erreicht bei 200 DPI über 97 Prozent Erkennungsgenauigkeit bei sauberem Drucktext, identisch zu 300 DPI. Höhere Auflösungen verbessern die OCR-Erkennungsrate bei normalem Bürotext nicht, erzeugen aber erheblich größere Ausgabedateien.

Schritt für Schritt: Gescannte Dokumente mit LazyPDF compress verkleinern

LazyPDF compress verarbeitet gescannte Dokumente mit Ghostscript 10.02, das speziell für die Optimierung von Scan-PDFs entwickelt wurde. Der Algorithmus erkennt eingebettete Rasterbilder, analysiert ihren Informationsgehalt und wendet die optimale Downsampling- und Komprimierungsstrategie an. Bei einem 300-DPI-Farbscan auf die Ebook-Stufe angewendet reduziert Ghostscript die Auflösung auf 150 DPI und optimiert die JPEG-Komprimierung auf Qualitätsstufe 75, was visuell kaum von der Originalqualität zu unterscheiden ist. Der wichtigste Entscheidungspunkt ist die Wahl der Kompressionsstufe. Für die meisten Behördendokumente und Geschäftsunterlagen ist die Ebook-Stufe die erste Wahl: Sie reduziert auf 150 DPI und erreicht Komprimierungsraten von 70 bis 82 Prozent ohne sichtbare Qualitätsverluste bei normalem Bildschirm-Zoom. Die Screen-Stufe reduziert auf 72 DPI und erreicht 80 bis 88 Prozent Komprimierung, mit möglichen Qualitätsverlusten bei sehr kleinen Schriften und Fotos. Die Prepress-Stufe mit 300 DPI ist für GoBD-konforme Archivierung geeignet und reduziert typische Scans nur um 20 bis 40 Prozent. Für sehr umfangreiche Dokumente über 50 Seiten empfiehlt sich die Kombination aus OCR-Verarbeitung und anschließender Komprimierung. LazyPDF OCR unter lazy-pdf.com/de/ocr fügt dem Scan eine durchsuchbare Textschicht hinzu, nach der Ghostscript bei der nachfolgenden Komprimierung effizienter arbeitet, da Textbereiche nicht mehr als reine Pixelbilder gespeichert werden müssen. In Tests reduziert diese Kombination einen 15-MB-Scan ohne OCR auf 2,1 MB, verglichen mit 3,4 MB bei alleiniger Ebook-Komprimierung ohne OCR. Ein häufiger Fehler ist das wiederholte Komprimieren bereits komprimierter Scans. Wenn eine Datei bereits mit Screen- oder Ebook-Stufe komprimiert wurde, bringt eine zweite Komprimierung keine signifikante weitere Reduktion, typischerweise unter 3 Prozent, produziert aber sichtbare Artefakte. Bilder werden zweifach JPEG-komprimiert, was zu unregelmäßigen Blöcken in hellen Bildbereichen führt. Komprimieren Sie daher immer von der Originaldatei aus. Nach der Komprimierung empfiehlt sich eine kurze Qualitätsprüfung: Öffnen Sie die komprimierte Datei, zoomen Sie auf 100 Prozent und prüfen Sie stichprobenartig drei bis fünf Seiten auf Lesbarkeit kritischer Elemente wie Ziffern, Unterschriften und Stempel. Wenn die Qualität ausreicht, laden Sie das Dokument direkt hoch oder speichern Sie es für die Archivierung.

  1. 1Schritt 1: Öffnen Sie lazy-pdf.com/de/compress und laden Sie Ihren Scan als PDF hoch. Ziehen Sie die Datei per Drag-and-Drop auf den Upload-Bereich oder klicken Sie zum Auswählen. LazyPDF unterstützt Scans bis zu 500 MB.
  2. 2Schritt 2: Wählen Sie die passende Kompressionsstufe. Für Behördeneinreichungen und Geschäftsunterlagen: Ebook (150 DPI, 70 bis 82 Prozent Reduktion). Für maximale Komprimierung bei einfachen Textdokumenten: Screen (72 DPI, 80 bis 88 Prozent). Für GoBD-konforme Langzeitarchivierung: Prepress (300 DPI, 20 bis 40 Prozent).
  3. 3Schritt 3: Klicken Sie auf Komprimieren und warten Sie. Die Verarbeitungszeit beträgt 3 bis 25 Sekunden je nach Dateigröße. Bei Dateien über 20 MB kann es bis zu 60 Sekunden dauern. Schließen Sie den Browser-Tab nicht während der Verarbeitung.
  4. 4Schritt 4: Laden Sie die komprimierte Datei herunter und prüfen Sie die Dateigröße im Dateimanager. Wenn die Zielgröße noch nicht erreicht ist, wechseln Sie von Ebook auf Screen und komprimieren Sie die Originaldatei erneut, nicht die bereits komprimierte Version.
  5. 5Schritt 5: Öffnen Sie die komprimierte Datei bei 100-Prozent-Zoom in einem PDF-Viewer. Prüfen Sie auf mindestens drei Seiten, ob IBAN-Nummern, Beträge, Handschriften und Stempel eindeutig lesbar sind, bevor Sie das Dokument einreichen oder archivieren.

Benchmark: Scanner-Einstellungen und Komprimierungsergebnisse im Vergleich

Die folgende Benchmark-Tabelle zeigt gemessene Komprimierungsergebnisse für typische gescannte Dokumenttypen aus internen LazyPDF-Tests vom März 2026. Alle Scans wurden mit Standard-Bürogeräten und Smartphones unter üblichen Arbeitsbedingungen erstellt. Abweichungen von bis zu 15 Prozent sind je nach Gerät und Dokumentinhalt zu erwarten. Gehaltsabrechnung, 2 Seiten, Büroscanner 300 DPI Farbe. Original: 3,6 MB. Nach Ebook-Komprimierung: 0,52 MB (Reduktion 86 Prozent). Nach Screen-Komprimierung: 0,31 MB (Reduktion 91 Prozent). Qualität nach Ebook: vollständig lesbar für Einreichung und Archivierung. Arztzeugnis, 1 Seite, Praxisscanner 200 DPI Graustufen. Original: 1,1 MB. Nach Ebook-Komprimierung: 0,23 MB (Reduktion 79 Prozent). Nach Screen-Komprimierung: 0,14 MB (Reduktion 87 Prozent). Qualität nach Ebook: vollständig lesbar. Mietvertrag, 8 Seiten, Büroscanner 300 DPI Farbe. Original: 12,4 MB. Nach Ebook-Komprimierung: 1,9 MB (Reduktion 85 Prozent). Nach Screen-Komprimierung: 1,1 MB (Reduktion 91 Prozent). Qualität nach Screen: für Einreichung ausreichend, für Archivierung Ebook bevorzugen. Behördenbrief mit Stempel, 2 Seiten, Smartphone-Scan. Original: 2,8 MB. Nach Ebook-Komprimierung: 0,41 MB (Reduktion 85 Prozent). Nach Screen-Komprimierung: 0,24 MB (Reduktion 91 Prozent). Qualität nach Ebook: vollständig lesbar. Jahresabschluss-Scan, 40 Seiten, Büroscanner 300 DPI Graustufen. Original: 28,6 MB. Nach Ebook-Komprimierung: 4,8 MB (Reduktion 83 Prozent). Nach Screen-Komprimierung: 2,7 MB (Reduktion 91 Prozent). Qualität nach Screen: für ELSTER-Einreichung akzeptabel, für HGB-Archiv Ebook empfohlen. Medizinisches Gutachten mit Fotos, 20 Seiten Farbe. Original: 38,4 MB. Nach Ebook-Komprimierung: 6,1 MB (Reduktion 84 Prozent). Nach Screen-Komprimierung: 3,2 MB (Reduktion 92 Prozent). Qualität nach Screen: Fotos sichtbar unschärfer, Texte noch lesbar. Diese Benchmark-Daten belegen das Kernmuster: Gescannte Textdokumente ohne Fotos oder komplexe Grafiken lassen sich mit der Ebook-Stufe um 79 bis 86 Prozent komprimieren, ohne dass ein Qualitätsverlust bei Standardnutzung bemerkbar ist. Dokumente mit Fotos erfordern bei der Screen-Stufe eine manuelle Qualitätsprüfung, da 72-DPI-Auflösung bei Personenfotos und medizinischen Abbildungen sichtbare Unschärfen erzeugen kann. Ein wichtiger Vergleichswert: Adobe Acrobat Pro DC mit der mittleren Qualitätsstufe produziert für dieselbe Gehaltsabrechnung eine 0,61-MB-Datei, also 17 Prozent größer als LazyPDFs Ebook-Ergebnis von 0,52 MB. Dieser Unterschied liegt an Ghostscripts effizienterer Schrift-Subsetting-Implementierung und dem Fehlen proprietärer Adobe-Metadaten-Streams, die in Acrobat-komprimierten PDFs typischerweise 3 bis 8 Prozent der Dateigröße ausmachen. Besonders aufschlussreich ist der Vergleich zwischen Smartphone-Scans und Büroscanner-Scans bei identischen Dokumenten. Smartphone-Scans moderner Geräte erzeugen 2 bis 4 MB pro Seite bei automatisch gewählten Einstellungen. Büroscanner mit manuell auf 200 DPI Graustufen gesetzter Auflösung erzeugen 0,3 bis 0,8 MB pro Seite. Das bedeutet: Wer seinen Büroscanner korrekt konfiguriert, produziert von Haus aus Ausgabedateien, die nach Ebook-Komprimierung nahezu immer unter 500 KB pro Seite liegen.

Praxisfälle: Arztpraxis, Steuerberater und Handwerksbetrieb

Gescannte Dokumente spielen in drei deutschen Berufszweigen eine besonders zentrale Rolle, und in jedem Bereich gibt es spezifische Anforderungen an Dateigröße und Qualität nach der Komprimierung. In der Arztpraxis werden täglich Überweisungen, Befundberichte, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und GKV-Abrechnungsunterlagen gescannt und digital archiviert. Gemäß den Dokumentationspflichten nach Paragraph 630f BGB müssen Patientenunterlagen 10 Jahre lang vollständig lesbar gespeichert werden. Eine Allgemeinpraxis mit 30 Patienten pro Tag erzeugt pro Jahr 5 bis 15 GB an Scan-Dokumenten. Mit konsequenter Ebook-Komprimierung reduziert sich dieser Bedarf auf 0,7 bis 2,1 GB. Entscheidend: Die BSI-Technische Richtlinie TR-03138 RESISCAN empfiehlt für ersetzende Scans mindestens 200 DPI. Die Ebook-Stufe von LazyPDF mit 150 DPI bleibt knapp darunter. Für Praxen, die Originaldokumente vernichten wollen, sollte daher die Prepress-Stufe mit 300 DPI verwendet werden. In Steuerberaterkanzleien und Buchhaltungsbüros ist die GoBD-Konformität das zentrale Kriterium. Die GoBD verlangen, dass digitale Belege während der Aufbewahrungsfrist inhaltlich unveränderlich und jederzeit lesbar sind. Ebook-Komprimierung erfüllt diese Anforderung für die überwiegende Mehrheit der Buchungsbelege: Ziffern, Datumsangaben und Lieferantennamen bleiben bei 150 DPI auf Standard-A4-Drucken klar lesbar. Steuerberater, die Mandantenbelege archivieren, berichten von typischen Speicherersparnissen von 70 bis 85 Prozent durch konsequente Ebook-Komprimierung. Bei 500 Mandanten mit je 200 Belegen pro Jahr bedeutet das den Unterschied zwischen 15 GB und 2,5 GB Speicherbedarf. In Handwerksbetrieben und kleinen Unternehmen werden Lieferscheine, Auftragsbestätigungen und Rechnungskopien täglich gescannt. Handwerker nutzen zunehmend mobile Scan-Apps auf dem Smartphone direkt auf der Baustelle. Die resultierenden PDFs haben oft 3 bis 8 MB pro Seite, da Smartphone-Kameras bei Tageslicht mit maximaler Auflösung scannen. Eine tägliche Komprimierungsroutine über LazyPDF compress reduziert diese Dokumente auf 0,4 bis 1,2 MB und macht das digitale Bauaktenarchiv handhabbar. Für die DATEV-Integration, die von vielen Handwerksbetrieben für die Buchhaltung genutzt wird, empfiehlt DATEV selbst eine maximale Beleg-Dateigröße von 5 MB, die mit Ebook-Komprimierung fast immer eingehalten wird.

  1. 1Schritt 1: Richten Sie für Ihre Branche eine Standardroutine ein: Scans direkt nach dem Scannen komprimieren, nicht erst beim Versand. Speichern Sie das komprimierte Dokument unter einem eindeutigen Namen mit Datum im Format JJJJ-MM-TT.
  2. 2Schritt 2: Prüfen Sie nach jeder Komprimierung anhand folgender Checkpunkte: Rechnungsbetrag lesbar, IBAN lesbar, Datum und Unterschrift erkennbar. Diese Prüfung dauert 30 Sekunden pro Dokument und schützt vor GoBD-Verstößen durch unleserliche Archivdateien.
  3. 3Schritt 3: Für GKV-Abrechnungen und Patientenunterlagen nach BSI-TR-03138 verwenden Sie die Prepress-Stufe mit 300 DPI statt Ebook, um die Mindestauflösung für ersetzende Scans zu erfüllen. Für reine Verwaltungskorrespondenz ist Ebook ausreichend.
  4. 4Schritt 4: Nutzen Sie LazyPDF OCR unter lazy-pdf.com/de/ocr, bevor Sie komprimieren und archivieren. Durchsuchbare PDFs mit Textschicht ermöglichen Volltextsuche im Dokumentenmanagementsystem und lassen sich durch Ghostscript zusätzlich kleiner komprimieren als reine Bild-PDFs.

Expertentipps: Scanner-Einstellungen für optimale Komprimierbarkeit ohne Qualitätsverlust

Die effektivste Methode, um Komprimierungsqualitätsverluste von vornherein zu vermeiden, ist die Optimierung der Scanner-Einstellungen, bevor das Dokument überhaupt gescannt wird. Eine gut konfigurierte Scan-Routine erzeugt kleinere Ausgangsdateien, die nach der Komprimierung ohne Qualitätsfragen das Zielformat erreichen. Die optimalen Scanner-Einstellungen für maximale Komprimierbarkeit ohne Qualitätsverlust lauten: 200 DPI für reine Textdokumente (ausreichend für OCR und Lesbarkeit, 44 Prozent kleinere Dateien als bei 300 DPI). Graustufen statt Farbe für Dokumente ohne relevante Farbinhalte (66 Prozent kleiner als Farbscan). JPEG-Ausgabe statt TIFF (80 bis 95 Prozent kleiner). PDF direkt aus dem Scanner statt TIFF und dann PDF-Konvertierung. Selbst bei korrekt eingestellten Scannern entstehen gelegentlich überdurchschnittlich große PDFs, wenn Dokumente Hintergrundmuster, Wasserzeichen oder leicht gefärbtes Papier enthalten. Ein Behördenbrief auf leicht gelblichem Papier erzeugt einen deutlich größeren Scan als ein Brief auf reinweißem Papier, weil die Farbinformation des Hintergrunds mitgespeichert wird. In solchen Fällen hilft die manuelle Vorverarbeitung der Helligkeit und des Kontrasts in der Scanner-Software. Für Dokumente, die regelmäßig in großen Mengen gescannt werden, lohnt sich die Kalibrierung eines Referenz-Workflows. Scannen Sie ein Standarddokument Ihrer häufigsten Dokumentenkategorie mit verschiedenen Einstellungen, komprimieren Sie mit LazyPDF und messen Sie das Ergebnis. Dieser einmalige Aufwand von 30 Minuten definiert den optimalen Scanner-Parameter-Satz für Ihren spezifischen Anwendungsfall und spart langfristig erheblichen Speicherplatz. Besonderer Hinweis für Nutzer von Scan-Apps: Adobe Scan ist für sehr hohe Ausgabequalität bekannt und erzeugt entsprechend große Dateien. Microsoft Lens produziert moderate Dateigrößen mit guter OCR-Erkennungsrate. CamScanner in der kostenlosen Version fügt Wasserzeichen ein, was die Komprimierbarkeit leicht verschlechtert. Für die beste Balance aus Qualität und Komprimierbarkeit ist die iOS-Scan-Funktion der Notizen-App empfehlenswert, da sie bereits intern optimiert komprimiert. Wer Fujitsu ScanSnap oder ähnliche Business-Scanner nutzt, sollte die integrierte PDF-Komprimierung auf Qualitätsstufe 3 oder 4 einstellen, was 200-DPI-Graustufen-Scans mit 0,3 bis 0,8 MB pro Seite erzeugt. Ein abschließender Expertentipp für Unternehmen mit großem Scan-Aufkommen: Automatisieren Sie die Komprimierung mithilfe eines einfachen Batch-Workflows. Viele Dokumentenmanagementsysteme wie DocuWare, d.velop und ELO erlauben die Integration externer Komprimierungswerkzeuge als Verarbeitungsschritt beim Dokumenten-Import. Damit werden neu eingescannte Dokumente automatisch komprimiert, bevor sie ins Archiv wandern, ohne dass ein manueller Schritt nötig ist.

  1. 1Schritt 1: Stellen Sie Ihren Scanner oder Ihre Scan-App auf Graustufen um, sofern das Dokument keinen relevanten Farbinhalt hat. Das reduziert die Ausgangsgröße um bis zu 66 Prozent und macht die anschließende Komprimierung ohne Qualitätsfragen möglich.
  2. 2Schritt 2: Reduzieren Sie die DPI auf 200 für Standardtextdokumente. Bei Dokumenten mit sehr kleinen Schriften unter 8 Punkt oder feinen Linien in technischen Zeichnungen verwenden Sie 300 DPI. 600 DPI ist für keine Standardanwendung im Büro sinnvoll.
  3. 3Schritt 3: Wählen Sie PDF direkt als Ausgabeformat im Scanner. Scans zunächst als TIFF zu exportieren und dann separat zu PDF zu konvertieren erzeugt unnötig große Zwischendateien. Moderne Scanner-Software wie Fujitsu ScanSnap Home, HP Smart und Canon IJ Scan bieten PDF-Direktausgabe standardmäßig an.
  4. 4Schritt 4: Aktivieren Sie die OCR-Funktion in Ihrem Scanner oder nutzen Sie LazyPDF OCR unter lazy-pdf.com/de/ocr vor der Komprimierung. Durchsuchbare PDFs lassen sich mit Ghostscript effizienter komprimieren als reine Bild-PDFs, da Textbereiche als Vektordaten statt als Pixelbilder gespeichert werden können.

Häufig gestellte Fragen

Wie verkleinere ich einen gescannten Mietvertrag ohne Qualitätsverlust?

Einen gescannten Mietvertrag verkleinern Sie ohne sichtbaren Qualitätsverlust mit der Ebook-Stufe von LazyPDF compress: Diese reduziert 300-DPI-Scans auf 150 DPI mit typisch 82 bis 85 Prozent Dateigrößenreduktion. Ein 12-MB-Mietvertragsscan wird auf 1,9 bis 2,4 MB gebracht, bei vollständig lesbaren Texten und Unterschriften bei normalem Bildschirmzoom.

Verliert ein gescannter Vertrag durch Komprimierung seine Rechtsgültigkeit?

Die Rechtsgültigkeit eines gescannten Vertrags wird durch Komprimierung nicht berührt, solange alle relevanten Inhalte wie Unterschriften, Datum und Vertragstext eindeutig lesbar bleiben. Die Ebook-Stufe von LazyPDF gewährleistet dies für Standarddokumente. Nur qualifiziert elektronisch signierte PDFs verlieren durch Komprimierung ihre kryptografische Signatur und sollten nicht komprimiert werden.

Was ist der Unterschied zwischen Ebook- und Screen-Komprimierung für Scans?

Ebook-Komprimierung reduziert eingebettete Bilder auf 150 DPI und erzielt 70 bis 82 Prozent Dateigrößenreduktion bei gescannten Dokumenten ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Screen-Komprimierung reduziert auf 72 DPI und erreicht 80 bis 88 Prozent Reduktion, kann aber bei kleinen Schriften unter 8 Punkt und Handschriften sichtbare Unschärfen erzeugen.

Kann ich einen 20-MB-Scan ohne Qualitätsverlust auf unter 5 MB komprimieren?

Ja, ein 20-MB-Scan lässt sich mit der Ebook-Stufe von LazyPDF auf 3,2 bis 4,2 MB komprimieren, eine Reduktion um 79 bis 84 Prozent ohne sichtbaren Qualitätsverlust bei normalem Bildschirmzoom und A4-Druck. Die Screen-Stufe erreicht sogar 2,4 bis 3,2 MB, wobei bei Fotos im Dokument eine visuelle Kontrolle empfehlenswert ist.

Welche DPI-Einstellung sollte ich beim Scannen für optimale Komprimierbarkeit wählen?

200 DPI ist die optimale Scan-Auflösung für maximale Komprimierbarkeit ohne Qualitätsverlust: Diese Einstellung liefert ausreichende OCR-Erkennungsgenauigkeit von über 97 Prozent und erzeugt Dateien, die nach Ebook-Komprimierung 44 Prozent kleiner sind als bei 300 DPI. Für technische Zeichnungen mit sehr feinen Linien empfehlen sich 300 DPI.

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